Beyond the Burger: Vielfalt, Versorgung und Visionen für die Festival-Gastro
Festivalgastronomie steht längst nicht mehr nur für schnelle Snacks – sie ist Ausdruck von Haltung, Kreativität und funktionierender Infrastruktur. In diesem Panel geht es um neue Konzepte, die Genuss, Verantwortung und Machbarkeit zusammenbringen: von experimentellen Gerichten mit Algen bis zu digitalen Selbstbedienungs-Formaten und durchdachten Mehrweg-Systemen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Vielfalt des Angebots. Wie gelingt es Veranstaltenden, Foodtrucks und Stände so auszuwählen, dass sie eine breite kulinarische Spannbreite abbilden – jenseits von Pommes, Pizza und Burger? Welche Rolle spielt Essen dabei, kulturelle Perspektiven und individuelle Ernährungsweisen sichtbar zu machen?
Außerdem im Blick: die Versorgung der Crew. Denn wer ein Festival plant, baut und betreibt, isst nicht nur mit – sondern braucht über Wochen hinweg verlässliches, vielseitiges und bezahlbares Essen.
Kwame Owusu (African Food Festival Berlin / Culcha Creation / Hidden Locations GmbH), Eskil Puhl (AIS Das Algeneis) und Marie Hartung (Morgenmuffel Gastro) diskutieren gemeinsam mit Moderatorin Julia Gause (Höme - Für Festivals GmbH), wie moderne Festivalgastronomie mehr leisten kann als nur Verpflegung – und wie Geschmack, Struktur und Haltung dabei ineinandergreifen.
Moderation
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Julia GauseHöme - Für Festivals GmbH
Julia Gause
Julia Gause, wohnhaft in Hannover, ist seit 2017 ehrenamtliche Festivalveranstalterin des Fuchsbau Festivals. Seit 2023 ist sie bei Höme - Für Festivals Teil des Teams Festival Relations & arbeitet täglich daran, die Festivallandschaft fairer und innovativer zu gestalten. Sie brennt für (ökologische) Nachhaltigkeit, Organisationsentwicklung und Geschlechtergerechtigkeit. In diesem Zusammenhang gründete sie Ende 2023 mit drei weiteren Festivalschaffenden die gender-reflektierende Plattform collective spotlight, die Wissen, Ressourcen und Formate anbietet, um männlich dominierte Räume zu hinterfragen und zu verändern.
Speaker
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Kwame Juice OwusuAFRICAN FOOD FESTIVAL BERLIN / CULCHA CREATION / HIDDEN LOCATIONS GmbH
Kwame Juice Owusu
Stichpunktartig:
Gebürtig aus Ghana
Seit 2010 mit Partnerin von AFRICAN FOOD FESTIVAL Berlin Co-Founderin- Liane Owusu, verheiratet
Vater von 2 Kids(Mädchen und Junge)
Lebend in Berlin
Seit dem 8/9 Lebensjahr in Berlin(West) sozialisiert wurden(Grundschule/ Abi / Studium)
Hat in jungen Jahren Musik gemacht als deutschsprachiger Rapper u.a. mit Leuten wie SIDO in frühen Jahren gearbeitet.
Anfang der 2000er zum ersten Mal gegründet, eine Werbeagentur unter den Namen: Kinky Berlin später in WePublic umbenannt
2011 aus der Agentur ausgetreten und eine reine Eventfirma gegründet
2016 zum ersten Mal AFRICAN FOOD FESTIVAL Berlin ins Leben gerufen, da wir einen enormen Bedarf sahen
2017 die heutige Eventlocationvermarktungsfirma HIDDEN LOCATIONS GmbH gegründetAktuell ist Kwame Owusu(auch als Juice Owusu bekannt)CEO von HIDDEN LOCATIONS GmbH tätig und als Co-Founder des AFRICAN FOOD FESTIVAL Berlin aktiv und in diversen Netzwerken wie Außergewöhnlich Berlin unterwegs.
Für das Unternnehmen HIDDEN LOCATIONS GmbH, arbeiten aktuell ca. 10 feste Mitarbeiter und 50+ Minijobbern & studentische Hilfskräfte.
Bei weiteren Fragen, könnt ihr mir gerne schreiben.
Danke & Beste Grüße,
Kwame -
Eskil PuhlAIS Das Algeneis
Eskil Puhl
Seit 12 Jahren Transformations- & Innovationsmanagement. Aktuelles Projekt u.a. milchfreies Speiseeis auf Algenbasis. Alge ersetzt funktionale Eigenschaften von Sahne und zum Teil von Zucker.
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Marie HartungMorgenmuffel Gastro
Marie Hartung
Marie Hartung ist Gründerin von morgenmuffel gastro und spezialisiert auf Crew- und Artist-Catering im Festival- und Kulturbereich. Nach einem Studium der Kulturwissenschaften (B.A.) und Betriebswirtschaft (M.Sc.) sowie Stationen bei der Leipziger Buchmesse und HKES-Eventlogistik, startete sie 2017 mit einem eigenen Essensstand. 2019 verlagerte sie ihren Schwerpunkt hinter die Kulissen und entwickelte Schritt für Schritt ihr eigenes Cateringunternehmen weiter. Neben der praktischen Arbeit in der mobilen Küche prägen ihr Interesse an Sprachen, Teamarbeit und sozialer Diversität ihr unternehmerisches Handeln – stets mit Fokus auf respektvolle Arbeitskultur und gutes Essen.